Der Freitag nach einer iPhone-Präsentation ist für viele Apple-Käufer fast schon ein kleines Ritual. Die Apple-Seite wird aktualisiert, mehrere Browser-Tabs stehen offen, und plötzlich ist das Modell, das wenige Tage zuvor noch völlig normal wirkte, in bestimmten Farben oder Speichervarianten erst Wochen später lieferbar. Genau dieses Szenario gab es auch beim iPhone 16.
Beim iPhone 16 war der Ablauf allerdings angenehm übersichtlich: Apple stellte die neue Generation am 9. September 2024 vor, die Vorbestellung startete am 13. September 2024 und die ersten Geräte kamen am 20. September bei den Kunden an. Wer damals zum Verkaufsstart bestellen wollte, musste also nicht lange rätseln. Interessanter ist die Frage, wie dieser Ablauf tatsächlich funktioniert hat und was man bei einer iPhone-Vorbestellung leicht übersieht.
Der entscheidende Termin war der 13. September 2024
Apple hat das iPhone 16 auf dem „It’s Glowtime“-Event am 9. September 2024 vorgestellt. Schon während der Präsentation war klar, dass Apple am gewohnten Zeitplan festhält. Vier Tage später, am Freitag, dem 13. September, öffnete der Vorverkauf. Die eigentliche Markteinführung folgte eine Woche danach, am Freitag, dem 20. September.
Das klingt nach einem einfachen Kalender-Eintrag, und im Grunde ist es das auch. Trotzdem sorgt gerade bei neuen iPhones die Mischung aus Präsentation, Vorbestellung und Verkaufsstart regelmäßig für Verwirrung. Die Vorstellung bedeutet nämlich noch nicht, dass man das Gerät kaufen kann. Erst mit dem Start der Vorbestellungen lässt sich eine konkrete Konfiguration auswählen und eine Bestellung aufgeben.
Beim iPhone 16 begann die Vorbestellung in Deutschland um 14:00 Uhr. Das war besonders für diejenigen relevant, die ihr Gerät möglichst früh bekommen wollten. Apple nimmt Vorbestellungen zwar nicht ausschließlich nach dem Prinzip „wer zuerst klickt, bekommt zuerst geliefert“ entgegen, aber bei stark gefragten Kombinationen können sich die Lieferzeiten schnell verschieben.
| Termin | Was passierte? | Was bedeutete das für Käufer? |
|---|---|---|
| 9. September 2024 | Vorstellung des iPhone 16 | Technische Daten, Preise und Modelle wurden bekannt |
| 13. September 2024 | Start der Vorbestellungen | Bestellung und Auswahl von Farbe, Speicher und Modell möglich |
| 20. September 2024 | Offizieller Verkaufsstart | Erste Auslieferungen und Verkauf in den Apple Stores |
Was konnte man beim iPhone 16 überhaupt vorbestellen?
Apple brachte nicht nur ein einziges iPhone 16 auf den Markt. Zum Start standen das iPhone 16, das iPhone 16 Plus, das iPhone 16 Pro und das iPhone 16 Pro Max bereit. Genau hier lohnt sich ein genauer Blick, denn die Unterschiede zwischen den normalen und den Pro-Modellen waren diesmal nicht nur kosmetischer Natur.
Das iPhone 16 und das iPhone 16 Plus verwendeten den A18-Chip, während Apple die Pro-Reihe mit dem leistungsstärkeren A18 Pro ausstattete. Auch bei den Kameras, den Displays und den verfügbaren Speichergrößen gab es Unterschiede. Wer einfach nur „ein iPhone 16“ bestellen wollte, musste deshalb vor dem letzten Klick schon einige Entscheidungen treffen.
Beim normalen iPhone 16 standen 128, 256 und 512 GB zur Auswahl. Das Plus-Modell bot dieselben Speicherstufen. Beim iPhone 16 Pro begann die Auswahl bei 128 GB, während das Pro Max mit 256 GB startete. Gerade beim Pro Max sollte man deshalb nicht überrascht sein, wenn der vermeintlich günstige Einstiegspreis zunächst anders aussieht als beim normalen iPhone 16.
Auch die Farben spielten eine Rolle. Apple führte beim iPhone 16 unter anderem Ultramarin, Blaugrün und Pink neben Schwarz und Weiß ein. Bei der Pro-Reihe gab es Titan-Farben wie Wüstentitan, Naturtitan, Weißtitan und Schwarztitan. Bei der Vorbestellung geht es deshalb nicht nur um die Frage „welches iPhone?“, sondern ziemlich schnell um eine ganz konkrete Kombination aus Modell, Speicher und Farbe.
Warum die ersten Minuten bei der Vorbestellung interessant waren
Wer schon einmal ein neues iPhone direkt zum Verkaufsstart bestellt hat, kennt den etwas eigenartigen Moment: Die Webseite funktioniert, der Warenkorb ist gefüllt, und trotzdem fühlt sich der Vorgang an wie eine kleine Lotterie. Das liegt weniger daran, dass Apple keine Geräte vorbereitet hätte. Es liegt daran, dass einzelne Varianten deutlich beliebter sein können als andere.
Besonders gefragt sind häufig große Pro-Modelle und bestimmte Farben. Bei einem Modell, das in mehreren Speichergrößen und Farbvarianten angeboten wird, verteilt sich die Nachfrage nicht gleichmäßig. Eine ungewöhnliche Farbe kann beispielsweise länger verfügbar sein, während die Standardvariante mit der beliebtesten Speichergröße schon kurz nach Beginn des Vorverkaufs eine spätere Lieferprognose erhält.
Beim iPhone 16 war außerdem wichtig, dass die Bestellung nicht erst am Abend des 13. September erfolgen musste, um überhaupt ein Gerät zu bekommen. Wer aber unbedingt am ersten Tag eines bestimmten Zeitfensters sein wollte, hatte einen guten Grund, den Vorverkaufsstart nicht zu verschlafen. Zwischen „am 20. September geliefert“ und „voraussichtlich in einigen Wochen“ können bei einzelnen Konfigurationen überraschend wenige Stunden liegen.
Vorbestellen bei Apple oder beim Mobilfunkanbieter?
Eine Sache wird bei solchen Terminen oft übersehen: Die Apple-Webseite ist nicht die einzige Möglichkeit, ein neues iPhone vorzubestellen. Auch Mobilfunkanbieter und große Händler nehmen Bestellungen entgegen. Teilweise gibt es dort eigene Kontingente, sodass die Verfügbarkeit nicht zwingend identisch mit der Anzeige im Apple Store sein muss.
Wer bereits einen Mobilfunkvertrag besitzt, sollte deshalb nicht automatisch davon ausgehen, dass eine direkte Bestellung bei Apple die beste Lösung ist. Ein Anbieter kann beispielsweise eine Vertragsverlängerung mit einem subventionierten Gerätepreis anbieten. Der niedrige Gerätepreis sieht auf den ersten Blick attraktiv aus, sagt aber wenig über die tatsächlichen Gesamtkosten über 24 Monate aus.
Bei einer reinen Gerätezählung ist Apple dagegen angenehm transparent: Man wählt Modell, Speicher und Farbe und sieht den Kaufpreis. Dafür muss man sich selbst um den Mobilfunktarif kümmern. Bei einem Vertrag ist die Rechnung komplizierter, kann aber je nach persönlicher Situation günstiger ausfallen.
Was bei der Vorbestellung gerne vergessen wird
Ein typischer Fehler besteht darin, die Vorbestellung mit einem normalen Online-Kauf gleichzusetzen. Wer am Freitag um 14 Uhr bestellt, sollte vorher bereits wissen, welche Speichergröße er tatsächlich braucht. Im Bestellprozess noch lange zwischen 256 und 512 GB zu schwanken, während gleichzeitig die Nachfrage steigt, ist keine besonders entspannte Strategie.
Auch die Lieferadresse sollte stimmen. Das klingt banal, wird aber gerade bei neuen Smartphones relevant, weil viele Käufer das Gerät direkt an den Arbeitsplatz oder an eine andere Adresse schicken lassen möchten. Eine nachträgliche Änderung kann je nach Bestellstatus umständlicher sein als erwartet.
Bei der Zahlung lohnt es sich ebenfalls, vorbereitet zu sein. Apple bietet verschiedene Zahlungsarten und je nach Zeitpunkt auch Finanzierungsoptionen an. Wer sein bisheriges iPhone in Zahlung geben möchte, sollte außerdem den Zustand des alten Geräts möglichst realistisch einschätzen. Kleine Kratzer oder ein schwächerer Batteriezustand können die tatsächliche Gutschrift beeinflussen.
Das iPhone 16 am Erscheinungstag: Vorbestellung oder Ladenkauf?
Am 20. September 2024 begann der reguläre Verkauf. Damit änderte sich die Situation ein wenig. Wer nicht vorbestellt hatte, konnte das iPhone 16 auch in einem Apple Store oder bei einem Händler kaufen. Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass jede gewünschte Kombination verfügbar war.
Gerade bei einem neuen iPhone ist der stationäre Kauf interessant, wenn man das Gerät vorher einmal in der Hand halten möchte. Das iPhone 16 und das iPhone 16 Plus unterscheiden sich bei der Größe deutlich, und auch der Wechsel von einem älteren Modell auf ein Plus oder Pro Max verändert das Gefühl in der Hand stärker, als es die technischen Daten vermuten lassen.
Ich halte das für einen unterschätzten Punkt. Auf dem Bildschirm wirkt der Unterschied zwischen zwei iPhone-Größen überschaubar. Sobald man aber zehn Minuten mit einem großen Gerät fotografiert, schreibt oder es einhändig bedienen möchte, merkt man ziemlich schnell, welche Größe tatsächlich zum eigenen Alltag passt.
Lohnt sich eine Vorbestellung überhaupt?
Das hängt erstaunlich wenig davon ab, wie neu das Gerät ist. Wenn die gewünschte Kombination aus Modell, Farbe und Speicher feststeht und man das iPhone möglichst früh haben möchte, ist die Vorbestellung die unkomplizierteste Variante. Man spart sich die Suche nach Lagerbestand und weiß normalerweise schon bei der Bestellung, wann ungefähr mit der Lieferung zu rechnen ist.
Wer dagegen flexibel ist, kann auch einige Tage warten. Gerade bei weniger gefragten Varianten verschwindet die Knappheit nach dem eigentlichen Verkaufsstart oft schneller, als die Aufregung rund um die Vorbestellung vermuten lässt. Und wer das Gerät ohnehin erst einige Wochen später benötigt, muss nicht zwingend am ersten Tag auf „Bestellen“ klicken.
Interessant wird es auch beim Preis. Die Vorbestellung bedeutet nicht automatisch einen besseren Preis. Bei Apple selbst bleibt der offizielle Preis stabil, während Händler später mit Aktionen, Gutscheinen oder Tarifangeboten arbeiten können. Wer nicht auf den ersten Besitz aus ist, kann deshalb mit etwas Geduld eine andere Art von Vorteil bekommen.
Was vom iPhone-16-Vorverkaufsstart hängen bleibt
Der Ablauf beim iPhone 16 war letztlich sehr klassisch: Vorstellung am Montag, Vorbestellung am Freitag, Verkaufsstart am darauffolgenden Freitag. Für Käufer war weniger der Kalender kompliziert als die Entscheidung davor. Welches Modell passt wirklich? Wie viel Speicher wird gebraucht? Ist die Wunschfarbe wichtiger als eine schnelle Lieferung? Und soll das Gerät gekauft oder zusammen mit einem Mobilfunkvertrag finanziert werden?
Genau diese Fragen entscheiden am Ende darüber, ob eine Vorbestellung sinnvoll war. Die eigentliche Bestellung dauert nur wenige Minuten. Die schwierigere Arbeit findet meistens vorher statt.
Das ist vielleicht auch der interessanteste Teil bei einem neuen iPhone: Der Moment, in dem Apple den Vorverkauf öffnet, ist zwar aufregend, aber technisch nicht besonders geheimnisvoll. Wer die gewünschte Konfiguration schon vorher festgelegt hat, muss nicht hektisch durch Menüs springen. Und wer etwas Geduld mitbringt, verliert dadurch nicht automatisch die Chance auf ein gutes Gerät.
Beim iPhone 16 war der 13. September 2024 deshalb vor allem eines: der Zeitpunkt, an dem aus einem angekündigten Smartphone ein bestellbares Produkt wurde. Der eigentliche Kaufentscheid war für die meisten schon vorher gefallen. Und genau daran hat sich bei neuen iPhones bis heute wenig geändert.
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