Die Frage taucht erstaunlich oft genau dann auf, wenn man die Antwort nicht parat hat: Das iPad liegt auf dem Tisch, funktioniert einwandfrei, aber sobald eine Hülle, ein Ladegerät oder ein neues Zubehör bestellt werden soll, steht plötzlich die Frage im Raum: Welches Modell ist das eigentlich? Auf der Rückseite steht meist nur „iPad“, manchmal findet sich dort eine kleine Nummer, und von außen sehen mehrere Generationen nahezu identisch aus.
Ich würde deshalb nicht versuchen, das Gerät allein anhand seiner Optik zu bestimmen. Gerade bei älteren iPads führt das schnell in die falsche Richtung. Apple hat über die Jahre Modelle herausgebracht, die sich äußerlich nur in kleinen Details unterscheiden. Der zuverlässigste Weg führt direkt durch die Einstellungen des Geräts. Und wenn das iPad nicht mehr eingeschaltet werden kann, gibt es noch eine zweite Möglichkeit.
Der schnellste Weg führt über die Einstellungen
Wenn das iPad vor Ihnen liegt und sich normal bedienen lässt, ist die Sache in weniger als einer Minute erledigt. Öffnen Sie die App „Einstellungen“ und gehen Sie zu „Allgemein“. Dort finden Sie den Punkt „Info“. In diesem Bereich stehen die Angaben, die man für eine eindeutige Identifizierung braucht.
Besonders interessant sind die Einträge „Modellname“ und „Modellnummer“. Der Modellname ist angenehm leicht zu verstehen: Dort kann beispielsweise „iPad Air (5. Generation)“, „iPad Pro 11 Zoll (3. Generation)“ oder einfach „iPad (9. Generation)“ stehen. Damit ist die wichtigste Frage eigentlich schon beantwortet.
Etwas verwirrender wird es bei der Modellnummer. Apple verwendet hier eine Kennzeichnung, die zunächst wie eine beliebige Kombination aus Buchstaben und Zahlen aussieht. Genau diese Nummer ist aber hilfreich, wenn man ein Modell zweifelsfrei bestimmen möchte – etwa bei einem gebrauchten Gerät oder wenn eine bestimmte Hülle passen muss.
Warum die Modellnummer manchmal anders aussieht
Ein kleines Detail sorgt dabei regelmäßig für Verwirrung: Bei der Modellnummer kann zunächst eine Nummer angezeigt werden, die mit einem „M“ beginnt. Tippen Sie einmal darauf, verändert sich die Anzeige und es erscheint eine Nummer im Format „Axxxx“, beispielsweise „A2602“.
Das ist kein Fehler und bedeutet auch nicht, dass Sie plötzlich ein anderes iPad gefunden haben. Die Anzeige wechselt lediglich zwischen der Produktnummer und der eigentlichen A-Modellnummer. Für die genaue Zuordnung zu einer Generation ist die A-Nummer besonders praktisch, weil Apple sie einzelnen Gerätevarianten zuordnet.
Wenn ich ein iPad für jemanden identifizieren soll, lasse ich mir deshalb am liebsten genau diese A-Nummer nennen. Der Modellname liefert die verständliche Bezeichnung, die A-Nummer beseitigt die letzten Zweifel.
Modellname und Generation sind nicht dasselbe
Ein häufiger Stolperstein ist die Bezeichnung „iPad“. Sie sagt nämlich noch nicht viel aus. Beim klassischen iPad gibt es inzwischen zahlreiche Generationen, während sich die Geräte äußerlich teilweise sehr ähnlich sehen. Ein „iPad“ ohne weitere Angabe reicht deshalb nicht, wenn Sie beispielsweise eine Hülle kaufen oder prüfen möchten, ob eine bestimmte Funktion unterstützt wird.
Ähnlich sieht es bei den Baureihen Air und Pro aus. Ein iPad Air der vierten Generation ist nicht dasselbe Gerät wie ein iPad Air der fünften Generation, obwohl die Gehäuseform auf den ersten Blick vertraut wirkt. Beim iPad Pro kommt zusätzlich die Displaygröße ins Spiel. „iPad Pro“ allein ist also eine ziemlich ungenaue Angabe.
Auch die Bildschirmgröße sollte man nicht aus dem Gedächtnis schätzen. Bei manchen Generationen liegen die Maße so nah beieinander, dass ein Zoll Unterschied beim Blick auf das Gerät kaum auffällt. Für Zubehör kann dieser Unterschied allerdings entscheidend sein.
Was die Angaben unter „Info“ noch verraten
Der Bereich „Info“ ist ohnehin der beste Ort, wenn man sein Gerät genauer kennenlernen möchte. Neben dem Modellnamen finden Sie dort unter anderem die Seriennummer, die installierte iPadOS-Version, die Speicherkapazität und weitere technische Angaben.
Die Seriennummer sollte man dabei nicht mit der Modellnummer verwechseln. Sie identifiziert das einzelne Gerät, während die Modellnummer zur Gerätefamilie gehört. Für die Suche nach einer passenden Hülle ist die Seriennummer normalerweise nicht nötig. Sie ist vielmehr für Servicefälle, Support oder die Zuordnung eines konkreten Geräts relevant.
Interessant ist auch die Speicherkapazität. Gerade wenn mehrere iPads im Haushalt liegen, lässt sich damit schnell feststellen, welches Gerät man gerade vor sich hat. Ein 64-GB-Modell und ein 256-GB-Modell derselben Baureihe sind äußerlich schließlich nicht zu unterscheiden.
Wenn das iPad nicht mehr startet
Schwieriger wird es, wenn das Display schwarz bleibt, das Gerät beschädigt ist oder sich schlicht nicht mehr einschalten lässt. Dann fällt der Weg über die Einstellungen natürlich aus. Trotzdem muss man nicht sofort anfangen, alte Kaufbelege zu durchsuchen.
Schauen Sie zunächst auf die Rückseite des iPads. Bei vielen älteren Modellen steht dort in sehr kleiner Schrift eine Modellnummer, die mit dem Buchstaben „A“ beginnt. Sie kann beispielsweise in der Form „Model Axxxx“ angegeben sein. Die Schrift ist winzig und je nach Zustand der Rückseite nicht besonders angenehm zu lesen. Eine helle Lampe hilft dabei erstaunlich gut.
Bei neueren Geräten ist diese Beschriftung nicht immer so offensichtlich oder auf der Rückseite anders angeordnet. Deshalb würde ich die Rückseite eher als zweite Methode betrachten und nicht als ersten Ansatz. Wenn das Gerät noch funktioniert, sind die Informationen in den Einstellungen deutlich eindeutiger.
Wer die Nummer auf der Rückseite gefunden hat, kann sie anschließend mit Apples offiziellen Modellübersichten abgleichen. Dabei sollte man wirklich auf die vollständige A-Nummer achten. Schon kleine Unterschiede können auf eine andere regionale Variante oder ein anderes Modell hinweisen.
So lassen sich ähnliche iPads auseinanderhalten
Besonders bei gebrauchten Geräten kommt es vor, dass jemand ein iPad als „iPad Pro“ oder „iPad Air“ anbietet, ohne die genaue Generation zu nennen. Ein Foto hilft dann zwar bei einer ersten Einschätzung, ersetzt aber keine Modellnummer. Kameramodul, Anschluss, Tastenposition und Lautsprecheranordnung können Hinweise liefern, sind aber nicht immer eindeutig.
Der USB-C-Anschluss ist beispielsweise ein nützlicher Hinweis, aber kein ausreichendes Erkennungsmerkmal. Auch Touch ID oder Face ID grenzt die Auswahl ein, sagt allein aber noch nicht, welche Generation vorliegt. Dasselbe gilt für die Position des Fingerabdrucksensors: Bei verschiedenen Generationen wurde Touch ID unterschiedlich integriert.
Eine Ausnahme ist die ungewöhnliche Kombination mehrerer Merkmale. Wenn ein Gerät etwa einen Home-Button besitzt, einen Lightning-Anschluss verwendet und eine bestimmte Kamerakonfiguration hat, lässt sich die Auswahl schon deutlich einschränken. Für eine sichere Bestimmung würde ich trotzdem die Modellnummer heranziehen. Das spart am Ende meist mehr Zeit, als eine halbe Stunde lang Produktbilder zu vergleichen.
Eine einzige Nummer kann viel Ärger beim Zubehör ersparen
Das klingt zunächst nach einer Kleinigkeit, wird aber beim Zubehör schnell relevant. Eine Hülle kann äußerlich passend aussehen und trotzdem nicht richtig sitzen, weil Kameraausschnitt, Lautsprecheröffnungen oder die Position der Tasten leicht verändert wurden.
Dasselbe gilt für Displayschutzfolien. Hier kann bereits eine kleine Änderung der Displayabmessungen entscheidend sein. Bei Tastaturen und speziellen Halterungen kommen zusätzlich Anschlusspositionen und magnetische Befestigungspunkte ins Spiel.
Wenn Sie also ein Zubehörteil kaufen möchten, würde ich nicht nur nach „iPad Air“ oder „iPad 10“ suchen. Besser ist es, zuerst den genauen Modellnamen und die A-Modellnummer zu ermitteln und anschließend genau nach dieser Variante zu suchen. Das ist besonders bei älteren iPads sinnvoll, bei denen Händler Produktnamen teilweise verkürzt oder uneinheitlich angeben.
Was tun, wenn das iPad gebraucht gekauft wurde?
Bei einem gebrauchten iPad lohnt sich die Modellprüfung sogar noch mehr. Verkäufer verwenden manchmal die Jahreszahl als Bezeichnung, obwohl Apple selbst stärker mit Generationen und Modellnummern arbeitet. Ein Angebot mit der Aufschrift „iPad 2021“ klingt eindeutig, ist es aber nicht zwingend.
Wenn Sie das Gerät vor dem Kauf in der Hand haben, öffnen Sie einfach „Einstellungen > Allgemein > Info“. Das dauert kaum länger als das Prüfen des Akkustands. Stimmen Modellname und Modellnummer mit der Beschreibung überein, ist zumindest diese Frage geklärt.
Bei einem iPad, das noch eingerichtet werden muss, kann die Modellnummer ebenfalls weiterhelfen. Sie lässt sich je nach Gerät und Verpackung an mehreren Stellen finden. Auf der Originalverpackung befindet sich ein Etikett mit verschiedenen Geräteinformationen. Gerade bei einem gebrauchten Gerät ist das hilfreich, wenn das iPad selbst nicht zugänglich ist.
Und wenn das iPad gar nicht mehr vor mir liegt?
Manchmal ist die Situation noch etwas kurioser: Das Gerät wurde verschenkt, liegt bei einem Familienmitglied oder ist gerade nicht greifbar, während man beispielsweise ein Ersatzteil bestellen möchte. In diesem Fall kann die Geräteübersicht des eigenen Apple-Accounts weiterhelfen, sofern das iPad dort registriert ist.
Allerdings würde ich auch hier nicht blind auf eine grobe Bezeichnung vertrauen. Für eine Kaufentscheidung – etwa bei einer Hülle – sollte die genaue Modellvariante bestätigt werden. Wenn die Information nur „iPad“ lautet, fehlt genau das Detail, das man eigentlich braucht.
Bei einem defekten oder nicht erreichbaren Gerät können außerdem alte Rechnungen, Bestellbestätigungen oder die Verpackung interessant sein. Gerade die Verpackung wird häufig aufgehoben und irgendwann vergessen. Auf dem kleinen Aufkleber stehen oft mehr Informationen, als man beim ersten Blick erwartet.
Mein Vorgehen, wenn die Bezeichnung wirklich eindeutig sein soll
Für eine schnelle Kontrolle würde ich es unkompliziert halten. Funktioniert das iPad, gehe ich direkt in die Einstellungen und lese Modellname und Modellnummer aus. Brauche ich eine absolut eindeutige Zuordnung, prüfe ich zusätzlich die A-Nummer. Ist das Gerät nicht mehr bedienbar, suche ich nach der Modellnummer auf der Rückseite oder auf der Originalverpackung.
Die einzige Liste, die man sich dafür tatsächlich merken muss, sieht entsprechend unspektakulär aus:
- iPad eingeschaltet: „Einstellungen > Allgemein > Info“ öffnen und den Modellnamen ablesen.
- Genaue Variante gesucht: Modellnummer antippen und die A-Nummer notieren.
- iPad nicht bedienbar: Rückseite und Originalverpackung nach der A-Modellnummer prüfen.
- Zubehör kaufen: Nicht nur „iPad“ oder „iPad Air“ verwenden, sondern die genaue Generation beziehungsweise Modellnummer vergleichen.
Damit lässt sich praktisch jedes iPad ohne Rätselraten identifizieren. Und genau das ist der Punkt, an dem sich die paar Sekunden für die Modellprüfung bezahlt machen: Man bestellt nicht erst die falsche Hülle, um danach festzustellen, dass die Kameraöffnung um ein paar Millimeter danebenliegt.
Die kleine Nummer, die am Ende den Unterschied macht
Bei Apple-Geräten sind Modellbezeichnungen manchmal erstaunlich wenig intuitiv. Das ist kein Problem, solange man weiß, wo die verlässlichen Informationen stehen. Die Oberfläche des iPads muss nicht verraten, welche Generation es ist, und auch das Aussehen reicht häufig nicht aus.
Wer einmal den Weg über „Info“ kennt, wird beim nächsten Mal wahrscheinlich gar nicht mehr darüber nachdenken. Zwei, drei Berührungen, die Modellnummer kurz notiert – fertig. Und falls das Gerät nicht startet, übernimmt die kleine A-Nummer auf der Rückseite diese Aufgabe.
Ich finde gerade solche unscheinbaren Angaben nützlicher, als sie zunächst wirken. Ein iPad kann äußerlich noch jahrelang fast unverändert aussehen, während sich intern und bei der Zubehörkompatibilität einiges geändert hat. Deshalb ist nicht das Baujahr auf dem Papier entscheidend, sondern die konkrete Modellvariante, die tatsächlich vor einem liegt.
Fotos bereitgestellt von Magnific https://www.magnific.com
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