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Wie erstellt man einen Ordner auf dem Handy? Ordner auf Android- und iPhone-Geräten anlege

Ich erinnere mich noch an viele Smartphones, bei denen der Startbildschirm nach ein paar Monaten kaum noch zu überblicken war: drei Seiten voller Apps, dazwischen einzelne Symbole, die man eigentlich nie benutzt, und genau die Anwendung, die man gerade braucht, versteckt sich irgendwo in der letzten Ecke. Viele Nutzer kommen erst dann auf die Idee, Ordnung zu schaffen, wenn die Suche nach einer App länger dauert als die eigentliche Nutzung.

Dabei ist das Erstellen eines Ordners auf dem Handy eine der einfachsten Möglichkeiten, den Bildschirm übersichtlich zu halten. Trotzdem sehe ich immer wieder, dass Menschen diese Funktion nicht nutzen, weil sie entweder nicht wissen, wie es geht, oder Angst haben, etwas falsch zu machen. Keine Sorge: Ein Ordner verändert keine Apps, löscht keine Daten und lässt sich jederzeit wieder entfernen.

In diesem Artikel zeige ich, wie man Ordner auf Android-Smartphones und auf dem iPhone anlegt. Dabei gehe ich nicht nur die einzelnen Schritte durch, sondern auch auf kleine Unterschiede zwischen den Systemen ein, die im Alltag oft den Unterschied machen.

Warum Ordner auf dem Handy überhaupt sinnvoll sind

Ein Smartphone begleitet viele Menschen den ganzen Tag. Nachrichten, Fotos, Banking, Arbeit, Unterhaltung und persönliche Anwendungen landen alle auf demselben kleinen Bildschirm. Nach einiger Zeit entsteht automatisch ein digitales Durcheinander. Ein Ordner hilft dabei, ähnliche Dinge zusammenzufassen, ohne Apps löschen oder komplizierte Einstellungen ändern zu müssen.

Ich sehe besonders häufig Ordner für Bereiche wie „Kommunikation“ mit Messenger-Apps und E-Mail-Anwendungen, „Fotos“ mit Kamera- und Bildbearbeitungsprogrammen oder „Reisen“ mit Karten, Buchungs-Apps und Übersetzern. Die Namen sind dabei nicht entscheidend. Wichtig ist, dass die Struktur zu den eigenen Gewohnheiten passt.

Ein kleiner Tipp aus der täglichen Nutzung: Zu viele Ordner bringen manchmal das Gegenteil. Wenn jede zweite App in einem eigenen Ordner steckt, verliert man wieder Zeit beim Suchen. Meist reichen wenige gut sortierte Gruppen.

Ordner auf Android erstellen – der typische Weg

Android wird von vielen Herstellern verwendet, darunter Samsung, Google, Xiaomi, Motorola und andere. Deshalb kann die Oberfläche etwas unterschiedlich aussehen. Die Grundidee bleibt aber fast immer gleich: Man legt ein App-Symbol auf ein anderes und das System erstellt daraus eine gemeinsame Gruppe.

Um einen Ordner anzulegen, gehe ich normalerweise so vor:

  1. Ich halte den Finger auf eine App auf dem Startbildschirm gedrückt.
  2. Ich ziehe das Symbol langsam über eine zweite App, die in denselben Ordner soll.
  3. Sobald beide Symbole übereinander liegen, erstellt Android automatisch einen neuen Ordner.
  4. Danach kann ich den Ordner öffnen und ihm einen passenden Namen geben.

Das Ganze dauert nur wenige Sekunden. Viele Nutzer ziehen die App allerdings zu schnell über die andere Anwendung und lassen sie wieder los, bevor Android den Ordner erkennt. Wenn es beim ersten Versuch nicht klappt, lohnt es sich, die Bewegung etwas langsamer auszuführen.

Bei einigen Android-Oberflächen kann man zusätzlich direkt über das Menü des Startbildschirms einen Ordner hinzufügen. Das ist beispielsweise bei manchen Geräten möglich, indem man lange auf eine freie Stelle des Bildschirms tippt und anschließend eine Option wie „Ordner erstellen“ auswählt.

Unterschiede zwischen Android-Herstellern

Obwohl das Prinzip gleich bleibt, gibt es kleine Unterschiede, die man kennen sollte. Ein Samsung-Smartphone fühlt sich beim Erstellen und Bearbeiten von Ordnern etwas anders an als ein Google Pixel. Die Funktionen sind aber ähnlich.

System oder Hersteller Besonderheit beim Ordner
Samsung Galaxy Ordner lassen sich auf dem Startbildschirm erstellen, umbenennen und optisch anpassen.
Google Pixel Sehr einfache Ordnerverwaltung mit Fokus auf eine klare Standardoberfläche.
Xiaomi und ähnliche Android-Systeme Zusätzliche Anpassungen möglich, je nach verwendeter Benutzeroberfläche.
Android allgemein Apps werden meistens durch Ziehen aufeinander zu einem Ordner zusammengefügt.

Wenn eine Anleitung aus dem Internet nicht exakt so aussieht wie auf dem eigenen Gerät, bedeutet das deshalb nicht, dass etwas falsch ist. Android ist kein einheitliches Menü wie bei einem einzelnen Smartphone-Modell. Die Hersteller verändern die Oberfläche regelmäßig.

Ordner auf dem iPhone anlegen

Beim iPhone ist der Vorgang sehr ähnlich, aber Apple hält die Bedienung seit Jahren bewusst einheitlich. Wer einmal einen Ordner erstellt hat, findet die Funktion auch auf neueren iPhone-Modellen schnell wieder.

Der Ablauf sieht so aus:

  1. Ich halte ein App-Symbol gedrückt, bis die Symbole anfangen zu wackeln.
  2. Ich ziehe eine App auf eine zweite App.
  3. Das iPhone erstellt automatisch einen Ordner.
  4. Über das Namensfeld kann der Ordner angepasst werden.
  5. Mit einem Tipp auf „Fertig“ wird die Bearbeitung beendet.

Eine Kleinigkeit, die viele übersehen: Das iPhone schlägt häufig automatisch einen Namen für den neuen Ordner vor. Wenn ich beispielsweise zwei Spiele zusammenlege, nennt iOS den Ordner oft passend „Spiele“. Diese Bezeichnung kann jederzeit geändert werden.

Auch beim iPhone gilt: Weniger ist oft mehr. Ich kenne Nutzer, die jede Anwendung in einem Ordner verstecken. Dadurch wird der Startbildschirm zwar leer, aber die Bedienung nicht unbedingt schneller. Ein guter Ordner sollte das Finden erleichtern, nicht neue Sucharbeit erzeugen.

Apps aus einem Ordner entfernen oder Ordner löschen

Ein Ordner ist keine feste Entscheidung. Wenn sich die Nutzung des Smartphones verändert, kann man die Struktur jederzeit wieder anpassen. Das ist besonders praktisch, wenn man ein neues Handy bekommt oder bestimmte Apps plötzlich häufiger verwendet.

Um eine App aus einem Ordner zu entfernen, öffnet man den Ordner und zieht das gewünschte Symbol wieder auf den normalen Startbildschirm. Der Ordner selbst bleibt bestehen, solange noch mehrere Apps darin liegen.

Wenn nur noch eine App übrig bleibt, lösen Android und iPhone den Ordner normalerweise automatisch auf. Die Anwendung wird dabei nicht gelöscht. Sie befindet sich anschließend wieder als normales Symbol auf dem Bildschirm.

Das ist ein wichtiger Punkt, denn manche Nutzer vermeiden Veränderungen aus Angst, versehentlich Daten zu verlieren. Beim Verschieben von Apps in Ordner werden aber nur die Symbole neu organisiert. Fotos, Nachrichten oder gespeicherte Inhalte bleiben unverändert.

Wie ich Ordner auf dem Smartphone sinnvoll organisiere

Nach vielen Jahren mit verschiedenen Geräten habe ich festgestellt, dass eine einfache Struktur meistens am besten funktioniert. Ich sortiere Apps nicht danach, wie sie installiert wurden, sondern danach, wann und wofür ich sie benutze.

Ein typischer Startbildschirm könnte beispielsweise nur die wichtigsten täglichen Apps enthalten: Telefon, Nachrichten, Kamera, Kalender und vielleicht die Banking-App. Alles andere wandert in passende Ordner. Dadurch bleibt der erste Bildschirm ruhig und man findet häufig genutzte Funktionen schneller.

Besonders hilfreich sind Ordner für selten verwendete Anwendungen. Viele Smartphones kommen bereits mit zahlreichen vorinstallierten Apps. Man muss diese nicht löschen, wenn man sie nicht braucht. Ein Ordner wie „Tools“ oder „Sonstiges“ kann dafür sorgen, dass der Bildschirm übersichtlich bleibt.

Ich empfehle außerdem, Ordnernamen kurz zu halten. Ein langer Titel sieht auf kleinen Displays unruhig aus. Wörter wie „Arbeit“, „Fotos“, „Finanzen“ oder „Reisen“ reichen meistens völlig aus.

Was passiert mit Ordnern beim Wechsel auf ein neues Handy?

Viele Menschen fragen sich, ob ihre mühsam erstellten Ordner beim Umzug auf ein neues Gerät verschwinden. Das hängt vom System und der verwendeten Übertragung ab. Bei einem Wechsel innerhalb derselben Plattform – also Android zu Android oder iPhone zu iPhone – werden die meisten Einstellungen normalerweise übernommen.

Beim Wechsel zwischen Android und iPhone sieht die Situation anders aus. Die Apps können häufig übertragen werden, aber die genaue Anordnung des Startbildschirms wird nicht immer identisch übernommen. Deshalb kann es sein, dass man die Ordner nach dem Umzug noch einmal neu sortieren muss.

Ich sehe das nicht unbedingt als Nachteil. Ein neues Smartphone ist manchmal eine gute Gelegenheit, alte Strukturen zu überdenken. Nicht jede App, die vor zwei Jahren wichtig war, gehört heute noch auf den Startbildschirm.

Kleine Fehler, die beim Erstellen von Ordnern häufig passieren

Der häufigste Fehler ist, Ordner nur anzulegen und danach nie wieder zu überprüfen. Ein Smartphone verändert sich ständig: Neue Apps kommen hinzu, andere werden kaum noch genutzt. Eine kurze Aufräumrunde alle paar Monate kann viel Zeit sparen.

Ein weiterer Punkt betrifft die Anzahl der Apps in einem Ordner. Sehr große Ordner mit mehreren Dutzend Anwendungen wirken zunächst ordentlich, werden aber schnell unpraktisch. Wenn man innerhalb eines Ordners wieder lange suchen muss, sollte man die Struktur vereinfachen.

Außerdem lohnt es sich, wichtige Apps nicht zu tief zu verstecken. Anwendungen, die man täglich öffnet, sollten mit einem einzigen Tipp erreichbar bleiben. Ordnung bedeutet nicht, alles wegzuräumen, sondern das Richtige schnell zu finden.

Ordner sind eine kleine Funktion mit großer Wirkung

Ein Ordner auf dem Handy gehört zu den unscheinbaren Funktionen, die man leicht übersieht. Trotzdem verändert er den Umgang mit dem Gerät spürbar. Ein aufgeräumter Bildschirm fühlt sich nicht nur angenehmer an, sondern hilft auch dabei, weniger Zeit mit Suchen zu verbringen.

Ich betrachte Ordner nicht als reine Ablage, sondern als eine Art persönliche Landkarte des Smartphones. Jeder nutzt sein Gerät anders, deshalb gibt es keine perfekte Ordnung für alle. Die beste Struktur ist diejenige, bei der man nicht darüber nachdenken muss, wo etwas liegt.

Wenn der Startbildschirm irgendwann wieder voller Symbole ist, reicht oft eine kleine Änderung: zwei Apps zusammenlegen, einen passenden Namen vergeben und ein wenig Ordnung schaffen. Manchmal sind es genau diese kleinen Anpassungen, die ein Gerät im Alltag deutlich angenehmer machen.

Fotos bereitgestellt von Magnific https://www.magnific.com

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