Ich bekomme diese Frage erstaunlich oft: Jemand hält ein iPhone in der Hand, möchte eine Hülle bestellen, ein Update-Problem lösen oder das Gerät verkaufen – und plötzlich stellt sich die einfache Frage: „Welches iPhone ist das eigentlich genau?“ Auf den ersten Blick sehen sich viele Modelle sehr ähnlich. Ein iPhone 12, iPhone 13 und iPhone 14 liegen optisch nah beieinander, und bei gebrauchten Geräten fehlt häufig die Originalverpackung mit der Modellbezeichnung.
In meiner Arbeit mit Smartphones habe ich gemerkt, dass viele Nutzer an der falschen Stelle suchen. Sie vergleichen die Kameraform, zählen die Linsen oder versuchen sich an den Kaufzeitpunkt zu erinnern. Das kann Hinweise geben, ist aber nicht die sicherste Methode. Apple hat die genaue Modellbezeichnung direkt im System hinterlegt. Man muss nur wissen, wo man schauen muss.
Der schnellste Weg: Modellname direkt auf dem iPhone anzeigen lassen
Die einfachste Lösung befindet sich in den Einstellungen. Dafür braucht man keine zusätzliche App und auch kein technisches Vorwissen. Ich empfehle diesen Weg immer zuerst, weil er in wenigen Sekunden funktioniert und die Information direkt vom Gerät kommt.
Öffnen Sie auf Ihrem iPhone die App „Einstellungen“. Danach gehen Sie zu „Allgemein“ und wählen anschließend „Info“. Dort finden Sie mehrere Angaben zu Ihrem Gerät: den Namen des iPhones, die Seriennummer, die installierte iOS-Version und weiter unten den Punkt „Modellname“.
Der Eintrag „Modellname“ ist die wichtigste Information. Dort steht beispielsweise „iPhone 15 Pro“, „iPhone SE (3. Generation)“ oder „iPhone 11“. Genau diese Bezeichnung brauchen Sie normalerweise, wenn Sie Zubehör kaufen, eine Reparatur planen oder nach einer passenden Anleitung suchen.
Eine kleine Besonderheit fällt vielen Nutzern erst beim zweiten Blick auf: Neben dem Modellnamen gibt es auch die sogenannte Modellnummer. Sie beginnt häufig mit einem Buchstaben wie „M“, „N“, „F“ oder „P“. Diese Nummer sagt unter anderem etwas über die Art des Geräts aus, etwa ob es ein regulär verkauftes Gerät, ein Austauschgerät oder ein personalisiertes Modell ist. Für die normale Nutzung spielt sie jedoch selten eine Rolle.
Wenn das iPhone nicht eingeschaltet werden kann
Nicht jedes Gerät, das auf dem Schreibtisch liegt, funktioniert noch problemlos. Gerade bei älteren iPhones kommt es vor, dass der Bildschirm defekt ist oder der Akku komplett leer bleibt. Auch dann gibt es Möglichkeiten, das genaue Modell herauszufinden.
Ein guter erster Blick geht auf die Rückseite des Geräts. Bei älteren iPhone-Modellen ist die Modellnummer teilweise sehr klein eingraviert. Besonders bei älteren Generationen wie dem iPhone 6, iPhone 7 oder iPhone 8 kann diese Angabe hilfreich sein. Bei neueren Modellen ist die Rückseite allerdings deutlich weniger aussagekräftig, weil Apple viele Beschriftungen entfernt hat.
Falls noch die Originalverpackung vorhanden ist, lohnt sich ein Blick auf den Aufkleber an der Seite oder Unterseite der Verpackung. Dort stehen meist Modell, Speichergröße und weitere technische Daten. Gerade beim Verkauf eines gebrauchten iPhones bewahre ich diese Informationen gerne auf, weil sie später viel Zeit sparen können.
| Methode | Geeignet für | Genauigkeit |
|---|---|---|
| Einstellungen → Allgemein → Info | Funktionierende iPhones | Sehr hoch |
| Originalverpackung prüfen | Geräte mit vorhandener Verpackung | Hoch |
| Modellnummer auf Gerät suchen | Ältere oder defekte iPhones | Mittel bis hoch |
| Apple-Konto oder Kaufunterlagen | Geräte ohne direkten Zugriff | Hoch |
Warum die Modellnummer oft für Verwirrung sorgt
Ein häufiger Fehler ist, dass Nutzer die Modellnummer mit dem eigentlichen Modellnamen verwechseln. Wenn in den Einstellungen beispielsweise eine Nummer wie A2849 oder A2890 auftaucht, hilft diese Angabe allein den meisten Menschen nicht weiter. Sie beschreibt eine bestimmte Variante eines iPhone-Modells, zum Beispiel abhängig von Verkaufsregion oder Mobilfunkstandards.
Die Modellnummer ist vor allem dann interessant, wenn man ganz genau prüfen möchte, welche Variante eines Geräts vorliegt. Das spielt beispielsweise eine Rolle beim Kauf eines gebrauchten iPhones aus dem Ausland oder bei Fragen zur Kompatibilität mit bestimmten Mobilfunknetzen.
Für den Alltag reicht aber fast immer der Modellname. Wenn jemand eine Displayschutzfolie für sein iPhone kaufen möchte, ist die Angabe „iPhone 14 Pro“ entscheidend – nicht die technische Kennnummer dahinter.
Das iPhone über die Apple-ID finden
Manchmal hat man das Gerät gerade nicht zur Hand. Vielleicht liegt es bei einer Reparatur, wurde verloren oder man möchte eine alte Bestellung überprüfen. In diesem Fall kann die eigene Apple-ID helfen.
Wenn Sie sich mit Ihrem Apple-Konto anmelden, können Sie die hinterlegten Geräte anzeigen lassen. Dort werden die Geräte mit ihren Namen aufgeführt. Diese Methode nutze ich häufig, wenn jemand mehrere iPhones besitzt und nicht mehr weiß, welches Modell zu welchem Namen gehört.
Allerdings sollte man beachten: Der Gerätename kann vom Nutzer geändert worden sein. „Mein iPhone“ oder „Peter’s iPhone“ sagt nicht automatisch etwas über das genaue Modell aus. Deshalb sollte man diese Information eher als Ausgangspunkt sehen und nicht als einzige Quelle verwenden.
Kann man das iPhone-Modell auch am Aussehen erkennen?
Ja, aber ich würde diese Methode nur als Ergänzung verwenden. Wer viele iPhones in der Hand hatte, erkennt bestimmte Unterschiede: die Position der Kameralinsen, die Form der Kanten oder die Größe des Displays. Trotzdem gibt es viele Modelle, die sich äußerlich kaum unterscheiden.
Ein gutes Beispiel sind die Standardmodelle der letzten Jahre. Ein iPhone 13 und ein iPhone 14 sehen sich sehr ähnlich. Auch bei Pro-Modellen können kleine Unterschiede für ungeübte Augen schwer erkennbar sein. Eine Hülle, die laut Beschreibung „für iPhone 13 und iPhone 14“ geeignet ist, bedeutet übrigens nicht automatisch, dass beide Geräte identisch sind – manchmal unterscheiden sich Kameraausschnitt oder Tastenposition leicht.
Ich würde deshalb niemals nur anhand eines Fotos oder der Rückseite ein iPhone-Modell bestimmen, wenn es um einen Kauf, Verkauf oder eine Reparatur geht. Die Angaben in den Einstellungen sind deutlich zuverlässiger.
Was tun, wenn das iPhone gebraucht gekauft wurde?
Bei gebrauchten Geräten gibt es eine Situation, die häufiger vorkommt, als viele denken: Das Gehäuse wurde ausgetauscht, die Verpackung gehört nicht mehr zum Gerät oder der Vorbesitzer hat falsche Angaben gemacht. Gerade deshalb lohnt sich eine kurze Kontrolle nach dem Kauf.
Nach dem Einschalten sollte man zuerst unter „Einstellungen“ und „Info“ prüfen, ob das angegebene Modell tatsächlich mit der Beschreibung übereinstimmt. Zusätzlich kann man die Seriennummer bei Apple überprüfen, um Informationen zur Geräteabdeckung und zum Kaufstatus zu erhalten.
Ein kleiner Tipp aus der Praxis: Machen Sie nach dem Kauf eines gebrauchten iPhones einen Screenshot von der Seite „Info“. So haben Sie Modellname, Seriennummer und Softwarestand dokumentiert. Das ist später hilfreich, falls Fragen beim Verkauf oder bei einer Reparatur entstehen.
Die häufigsten Missverständnisse beim Bestimmen des iPhones
Viele Nutzer glauben, dass die Anzahl der Kameras ausreicht, um ein Modell sicher zu erkennen. Das funktioniert nur bei einigen Generationen. Apple hat Designs über mehrere Jahre weiterentwickelt, und Unterschiede zwischen einzelnen Modellen sind oft kleiner geworden.
Ein weiterer Irrtum betrifft die iOS-Version. Manche denken, dass man daraus direkt auf das iPhone-Modell schließen kann. Tatsächlich können mehrere iPhone-Generationen dieselbe iOS-Version unterstützen. Die Software zeigt also eher, welche Funktionen verfügbar sind, nicht welches Gerät genau verwendet wird.
Auch der Speicherplatz ist kein eindeutiger Hinweis. Ein iPhone 128 GB kann zu verschiedenen Generationen gehören. Erst zusammen mit anderen Informationen ergibt sich ein klares Bild.
Warum es sich lohnt, das genaue Modell zu kennen
Die genaue Modellbezeichnung wirkt zunächst wie eine Nebensache. In der Praxis verhindert sie aber viele kleine Ärgernisse. Die falsche Handyhülle passt nicht, ein Ersatzteil wird bestellt, das nicht kompatibel ist, oder eine Anleitung beschreibt Menüpunkte, die auf dem eigenen Gerät gar nicht vorhanden sind.
Gerade bei älteren iPhones macht die genaue Bezeichnung einen großen Unterschied. Ein iPhone 8 und ein iPhone SE der zweiten Generation sehen ähnlich aus und nutzen teilweise ähnliche Komponenten, sind aber nicht vollständig identisch.
Ich sehe die Modellangabe deshalb nicht als technische Spielerei, sondern als eine Art Grundinformation über das eigene Gerät. Wer weiß, welches iPhone er besitzt, kann bewusster entscheiden – sei es bei Reparaturen, Zubehör oder beim späteren Weiterverkauf.
Ein kurzer Blick, der viele Fragen sofort klärt
Wenn mich jemand fragt, wo man das eigene iPhone-Modell sehen kann, lautet meine Antwort fast immer: Öffnen Sie die Einstellungen und schauen Sie unter „Allgemein“ → „Info“. Dieser kleine Weg löst die meisten Fälle schneller als jede Suche im Internet.
Interessant ist dabei, dass viele Menschen ihr iPhone jahrelang benutzen, ohne jemals diese Seite geöffnet zu haben. Dabei befinden sich dort genau die Informationen, die man irgendwann braucht. Ein paar Sekunden Kontrolle können später eine falsche Bestellung oder eine unnötige Diskussion vermeiden.
Vielleicht gehört die Modellbezeichnung nicht zu den Dingen, über die man im Alltag nachdenkt. Aber wenn der Moment kommt – beim Verkauf, bei einer Reparatur oder beim Wechsel des Zubehörs – ist es angenehm, nicht raten zu müssen, sondern einfach nachsehen zu können.
Fotos bereitgestellt von Magnific https://www.magnific.com
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